newsletter 04/2013
Unsere Themen:
1. Kunden
- WWF Deutschland baut auf das Know How von oekom research
2. Global Challenges Index
- Wechsel im Beirat des Global Challenges Index
3. Markt
- Weiterhin starkes Wachstum des französischen Marktes für nachhaltige Kapitalanlagen
4. Studien/Publikationen
- Deutscher Nachhaltigkeitskodex: Erfolge und Bedarf zur Verbesserung
5. Literaturtipps
- Der Erfinder der Nachhaltigkeit: Hans Carl von Carlowitz
6. Veranstaltungen
- FNG-Dialog ,Finanzmarkt-Akteure handeln: Engagement für Nachhaltigkeit und Wirkungen auf die Realwirtschaft'
- KarmaKonsum Konferenz
- Internationale DBU-Sommerakademie
- Bayreuther Ökonomiekongress
1. Kunden
WWF Deutschland baut auf das Know How von oekom research
Der WWF Deutschland richtet das Management seines Stiftungsvermögens noch nachhaltiger aus und wird dabei die Bewertungen von oekom research zugrunde legen. In Zusammenarbeit mit der Ratingagentur hat der WWF strenge Ausschlusskriterien für die Verwaltung seiner Gelder entwickelt. „Der WWF will die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen, die Biodiversität bewahren, Lebensräume schützen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Dies spiegelt sich auch in den Kriterien für die Verwaltung des Stiftungsvermögens wider“, sagt Sylvia Becker, Kaufmännische Geschäftsleiterin des WWF. „oekom research hat uns dabei unterstützt, einen Nachhaltigkeitsfilter für die Vermögensanlage zu entwickeln und eine stringente und nachhaltige Anlagestrategie aufzusetzen. Wir freuen uns, dass die Agentur dem WWF darüber hinaus als kompetenter Researchpartner zur Seite steht.“
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn fünf Millionen Förderer. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Mitarbeiter rund um den Globus führen aktuell 1.300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch.
Kontakt: Sylvia Becker, Kaufmännische Geschäftsleitung, WWF Deutschland, Tel: +49/(0)30/311 777 866, E-Mail: sylvia.becker@wwf.de
2. Global Challenges Index
Wechsel im Beirat des Global Challenges Index
Prof. Dr. Burkhard Küstermann verstärkt seit dem 1. April 2013 den Beirat des Global Challenges Index (GCX). „Wir freuen uns sehr, mit Prof. Küstermann wieder einen ausgewiesenen Experten aus dem Bereich Stiftungen gewonnen zu haben“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Als langjähriger Kenner der Bedürfnisse von Stiftungen wird er die Arbeit des Beirates bereichern und die hohe Attraktivität des GCX für Investoren weiter unterstützen."
Küstermann tritt noch im ersten Halbjahr dieses Jahres den Posten des stellvertretenden Generalsekretärs beim Bundesverband Deutscher Stiftungen an, den er von Dr. Hermann Falk übernimmt. Als Leiter der Initiative Bürgerstiftungen ist er bereits Mitglied der Geschäftsleitung des Verbands. Aufgrund dieses Wechsels ersetzt Prof. Küstermann Dr. Falk auch im Beirat des GCX. Falk hat die Geschäftsleitung beim Bundesverband Deutscher Stiftungen im Februar verlassen.
Weitere Informationen zum GCX finden Sie unter:
www.gc-index.com
3. Markt
Weiterhin starkes Wachstum des französischen Marktes für nachhaltige Kapitalanlagen
Anfang April 2013 hat Novethic, ein französisches Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt nachhaltige Kapitalanlagen, die aktuellen Zahlen für den französischen SRI-Markt veröffentlicht. Danach erreichten entsprechende Kapitalanlagen mit insgesamt 150 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2012) ein neues Rekordniveau. Zwar erreichte das Wachstum nicht das hohe Niveau des Vorjahres (+69 Prozent in 2011), mit einem Zuwachs von +29 Prozent hat sich der französische SRI-Markt aber weiter dynamisch entwickelt. Insgesamt hat sich das Marktvolumen seit 2009 verdreifacht.
Der Anstieg im Jahr 2012 basiert zum einen auf der zusätzlichen Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in bereits bestehenden, konventionellen Produkten, zum anderen auf dem steigenden Einbezug von ESG-Kriterien in die Vermögensverwaltungsmandate großer institutioneller Investoren, insbesondere Pensionskassen und Versicherungen. Gerade private Versicherungsunternehmen waren im vergangenen Jahr ein maßgeblicher Treiber der Entwicklung. 72 Prozent der nachhaltigen Kapitalanlagen liegen heute in der Hand institutioneller Investoren, private Anleger haben einen Marktanteil von 28 Prozent.
Weitere Informationen zu der Studie „Le marché de l’ISR en France 2012“ finden Sie unter:
www.novethic.fr
4. Studien/Publikationen
Deutscher Nachhaltigkeitskodex: Erfolge und Bedarf zur Verbesserung
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) bietet Unternehmen Orientierung und Anerkennung, findet bei Finanzdienstleistern aber nur unzureichend und zögernd Anwendung bei der Unternehmensbewertung am Kapitalmarkt. Das hat eine Forschungsgruppe der Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Alexander Bassen im Auftrag des Rates für Nachhaltige Entwicklung festgestellt. Sie analysierte die Umsetzung und Wirksamkeit des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Befragt wurden 70 Unternehmen, 163 Kapitalmarktakteure (größtenteils des Mainstream-Kapitalmarktes) und 35 NGO-Vertreter.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hatte den DNK im Oktober 2011 beschlossen und zur freiwilligen Anwendung empfohlen. Der DNK richtet sich an Unternehmen und bündelt deren Informationen über Nachhaltigkeitsleistungen in transparenter und vergleichbarer Form, der sogenannten Entsprechenserklärung. Die Öffentlichkeit und Finanzmarktakteure können damit beurteilen, wie Unternehmen Nachhaltigkeit im Kerngeschäft verankern. Bislang haben 43 Unternehmen den Kodex unterzeichnet.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.nachhaltigkeitsrat.de/presseinformationen/pressemitteilungen/dnk-zwischenbilanz-26-03-2013
5. Literaturtipps
Der Erfinder der Nachhaltigkeit: Hans Carl von Carlowitz
Deutschland
hat einen Vordenker, dessen Idee und Wirken heute weit über Europa hinaus reichen, dessen Lebenswerk jedoch kaum bekannt ist: Die Rede ist von Hans Carl von Carlowitz, einem sächsischen Universalgelehrten, der in seinem vor 300 Jahren erschienenen Hauptwerk „Sylvicultura oeconomica“ den Begriff der Nachhaltigkeit geprägt hat. Dieses ist im März 2013 in einer bibliophilen, neu edierten Ausgabe erschienen, die neben dem historischen Text ausführliche Hintergrundinformationen zu Autor und Werk liefert.
„Das Buch atmet den Geist der Nachhaltigkeit von der ersten bis zur letzten Seite“, so der Herausgeber Joachim Hamberger. Carlowitz ist demnach mehr als „nur“ der Erfinder eines Wortes; er hat den Schlüsselbegriff des 21. Jahrhunderts vielmehr mit Inhalt und Bedeutung gefüllt. In Zeiten von Rio+20 und eines inflationären Gebrauchs des Wortes „nachhaltig“ lohnt es sich, auf dessen Ursprünge zu schauen und unser Handeln vor diesem Hintergrund zu hinterfragen. Denn Carlowitz weiß: „Der Mensch kann niemals wider die Natur handeln, sondern nur mit ihr agieren.“
Joachim Hamberger (Hrsg.) (2013) / Hans Carl von Carlowitz (Autor): Sylvicultura oeconomica oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht. 640 Seiten, oekom verlag, ISBN 978-3-86581-411-1; Preis: 49,95 Euro
6. Veranstaltungen
FNG-Dialog ,Finanzmarkt-Akteure handeln: Engagement für Nachhaltigkeit und Wirkungen auf die Realwirtschaft'
Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) lädt am 13. Mai 2013 zu der Veranstaltung „Finanzmarkt-Akteure handeln: Engagement für Nachhaltigkeit und Wirkungen auf die Realwirtschaft“ ein. Im Rahmen dieses FNG-Dialoges werden die neuesten Zahlen zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.forum-ng.org/de/fng/aktivitaeten/226-marktbericht-nachhaltige-geldanlagen-2013.html
KarmaKonsum Konferenz
Die 7. KarmaKonsum Konferenz findet vom 23. bis 24. Mai 2013 in Frankfurt statt. „Unity in Diversity. Kooperation zwischen Grassroots und Mainstream im Zeichen der Nachhaltigkeit” – unter diesem Motto treffen sich Entscheider und Vordenker auf der KarmaKonsum Konferenz zum Kongress und zur Networking-Veranstaltung für verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltigen Lebensstil.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.karmakonsum.de/konferenz
Internationale DBU-Sommerakademie
„Aktuelle Trends und Entwicklungen in der Umweltkommunikation“ lautet das Thema der 19. Internationalen Sommerakademie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die vom 9. bis 14. Juni 2013 in Ostritz (Sachsen) stattfindet. Die DBU bietet ein Programm aus Vorträgen und Expertengesprächen, Arbeitskreisen und Exkursionen an. Das Thema wird vor allem vor dem Hintergrund der im kommenden Jahr auslaufenden Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ interdisziplinär bearbeitet, die die Vereinten Nationen ausgerufen hatten. Anhand praktischer Beispiele werden Erfolg und Schwierigkeiten bei der Umsetzung, aber auch offene Fragen präsentiert und diskutiert.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.dbu.de/550artikel33956_135.html
Bayreuther Ökonomiekongress
Der 5. Bayreuther Ökonomiekongress vom 13. bis 14. Juni 2013 in Bayreuth steht unter dem Leitgedanken „Die große Transformation – Unternehmen neu denken, neu planen, neu gestalten“. Er wendet sich an Unternehmer, Manager, Vertreter öffentlicher Institutionen, Politiker, Wissenschaftler, Medienvertreter sowie an Studierende.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.oekonomiekongress.de




fondsgesellschaften
newsletter
